In unserer pädagogischen Arbeit verstehen wir die Eingliederungshilfe als einen Auftrag,
der uns von einem Bewohner oder einer Bewohnerin erteilt wird.
Die Strukturierung des Tages für die Bewohner ist dabei ein Werkzeug die Eingliederungshilfe
umzusetzen.
Wie in einer Kur oder Schule - in der der Unterricht nach Zeit
und Ort festgelegt ist - wird durch den Tagesplan sichergestellt dass unsere
Bewohner die Hilfe und Unterstützung, die sie benötigen auch erhalten.
Die pädagogische Erfahrung zeigt, dass
solche Tagestrukturen nicht allgemein aufgestellt werden sollten, sondern
daraus persönliche Wochenpläne zu entwickeln
sind, die auf jeden
Bewohner individuell zugeschnitten werden.
Ein solcher
Plan besteht aus festen und verbindlichen Terminen
wie z.B. Aufstehen, Hausdienste, Medikamenteneinnahme/-stellung
oder Gruppengespräche. Die individuelle Betreuung
und die besonderen Maßnahmen werden aber einzeln verabredet,
z.B. Zeitpunkt und Umfang der Trainingsprogramme
(Kochen, Hauswirtschaft, Werkstatt, Kunst- und Beschäftigungstherapie,
schulische Auffrischung etc.). Das gleiche gilt für Einzelgespräche,
Gelderverwaltung, Regulierung
von Schulden etc.
Ähnlich wie im Alltag der meisten Menschen sind die Wochentage
und das Wochenende so strukturiert, dass zu den gewöhnlichen
Arbeitszeiten die therapeutischen Betreuungen und Angebote
stattfinden, wohingegen das Wochenende und die Abende
mehr Zeit für Freizeitgestaltung und persönliche
Interessen
beinhalteten. In unserer Taesstruktur achten wir insbesondere
auf die folgenden Punkte:
• Krankheitssymptome müssen ernst genommen werden.
• Respekt und Rücksichtnahme ist ein Recht das eingefordert werden kann und eine
Pflicht gegenüber den Anderen.
• Die Eingliederungshilfe ist auf die "normalen" gesellschaftliche Ansprüche hin
ausgerichtet. Hierzu zählen unter anderem das Wahrnehmen von Terminen, Erfüllung
der Anforderungen als Mieter, Warnehmen der Verbindlichkeit
von Zahlungen usw. Viele
dieser Anforderungen können auch mit Störungen gut bewältigt werden.
• Psychisch krank zu sein bedeutet nicht eine generelle
Einschränkung zu haben.
Den punktuellen Defiziten stehen oft auch Fähigkeiten gegenüber, die aktiviert und
gefördert werden können.
• Eingliederungshilfe ist eine Maßnahme mit der Pflicht
zur Mitwirkung.
• Persönliche Krankheitseinsicht und -vorsorge unterstützen die Reahabilitation
der Klienten
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